Short Monday

- Montag, 14. Februar: "Wir können auch anders – Kurzfilme europäischer Regiegrößen"
 

© "The human voice" - Sony Pictures Classics
 

 

Der Kurzfilm-Montag im Filmhaus Köln

 

Der Kurzfilm ist ein eigenständiges und innovatives Medium, das als künstlerische Ausdrucksform und Experimentierfeld von jungen und etablierten Filmschaffenden gleichermaßen genutzt wird. Ein Kurzfilm kann sämtliche Genres, Gattungen und Filmformen bedienen – er ist vielfältig und großes Kino.

Um dem Kurzfilm eine größere öffentliche Wahrnehmung und eine regelmäßige Plattform zu verschaffen, startet am 10. Januar 2022 im wiedereröffneten Filmhaus Köln eine neue Veranstaltungsreihe als Kooperation zwischen KFFK/Kurzfilmfestival Köln, der SK Stiftung Kultur und dem Filmhaus Kino.  Die Programme werden im Wechsel zwischen den drei Kooperationspartner*innen kuratiert und bieten somit eine breit gefächerte Auswahl an Themenschwerpunkten. 

Der "Short Monday" findet regelmäßig am zweiten Montag im Monat um 20 Uhr im Filmhaus Kino, Maybachstraße 111, 50670 Köln, statt.

Am 14. Februar "Wir können auch anders – Kurzfilme europäischer Regiegrößen" mit Kurzfilmen von Andrea Arnold, Radu Jude, Ruben Östlund und Pedro Almodóvar und ausgewählt vom Filmhaus Kino. 
Tickets: https://filmhaus-koeln.de

 

Die Filme des Programms:

Alexandra
RO 2007 • 24‘ • rumän.OmeU • Regie: Radu Jude • Mit Serban Pavlu, Alexandra Pascu
Der getrenntlebende Tavi stellt bei einem Ausflug mit seiner Tochter Alexandra fest, dass sie ihn nicht mehr Papa nennt. Zurück in der Wohnung der Mutter konfrontiert er diese: Machtpositionen werden ausgespielt und gekränkte Eitelkeiten auf Kosten Alexandras ausgetragen, die als Einzige vernünftig bleibt. Gekonnt inszeniert Radu Jude einen Familienkonflikt – Hauptpreis Internationale Kurzfilmtage Oberhausen 2008

WASP
GB 2003 • 25‘ • engl.OmU • Regie: Andrea Arnold • Mit Natalie Press, Danny Dyer, Jodie Mitchell
Im Spätsommer finden Arbeiterwespen nicht mehr genug Nahrung, um ihre Larven zu füttern. Deshalb suchen sie nach Süßem. Obwohl sie nicht besonders aggressiv sind, stechen sie, wenn sie gereizt werden – Hauptpreis Internationale Kurzfilmtage Oberhausen 2004

Zwischenfall vor einer Bank
SE 2010 • 12‘ • schwed.OmU • Regie: Ruben Östlund • Mit Henrik Vikman, Lars Melin
Eine genaue und witzige Rekonstruktion eines missglückten Banküberfalls, der sich im Juni 2006 zutrug. Eine Echtzeitstudie mit mehr als 96 Beteiligten, die vor der Kamera Aufstellung nehmen. Goldener Bär Berlinale 2010

The Human Voice
ES 2020 • 30‘ • engl.OmU • Regie: Pedro Almodóvar • Mit Tilda Swinton
Erstmals hat Almodóvar auf Englisch gedreht und sich für die Form des Kurzspielfilms entschieden. Davon abgesehen demonstriert er in dieser halben Stunde, die auf einem Ein-Personen-Stück von Jean Cocteau basiert, einmal mehr seine Stärken: mit einer eleganten Inszenierung, stilvollen Kompositionen und einer grandiosen Protagonistin. Almodóvar bereitet Tilda Swinton die Bühne, auf der sie als Frau im Liebeskrisenmodus die ganze Bandbreite ihres Spiels zeigen kann. Filmfestspiele Venedig 2020

--


Am 14. März präsentieren wir eine besondere Kooperation mit der Photographischen Sammlung, die im Rahmen ihrer Sammlungspräsentation "Photographische Konzepte und Kostbarkeiten" ein Kurzfilmprogramm mit dem Titel "Porträt, Landschaft, Botanik – zeitloser Stoff für filmische Dokumente und Experimente" ausgewählt hat. 

 

Wir freuen uns auf die vielfältigen und tollen Kurzfilmprogramme! 

 
   

 

 

 

 

 

 

 

Filmvermittlung

tl_files/Film/Sommerfilmnacht Das Eigene und das Fremde im Fort X am 23. Juli 2016_Foto Dominik Buehler (600x379).jpg
Sommerfilmnacht 2016: "Das Eigene und das Fremde" (Foto: Dominik Bühler)

Seit vielen Jahren kuratieren wir in der Kunstvermittlung der SK Stiftung Kultur genre- und gattungsübergreifende Kurzfilmprogramme, die eine vielfältige Zusammenstellung aus Spielfilm, Dokumentation, Animation, Kunst- und Experimentalfilm, sowie Werbeclip und Musikvideo zu jeweils einem aktuellen Thema präsentieren. Unser Anliegen ist es, eine breitere Öffentlichkeit für den Kurzfilm zu begeistern, Einblicke in die persönliche und künstlerische Weltbetrachtung zu geben, die Wahrnehmung zu schulen und eine kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Themen anzustoßen.

In unserer Filmvermittlung konzentrieren wir uns auf den Kurzfilm, da er die freieste künstlerischste Ausdrucksform des Films ist. Anders als der Fernseh- oder Kinofilm ist der Kurzfilm frei von wirtschaftlichen Zwängen. Es geht es nicht darum Einschaltquoten zu generieren, wirtschaftlich zu sein oder in ein vorgegebenes Sendeschema zu passen. Auch wenn der Kurzfilm damit als stark unterfinanziert gilt, eröffnet er Filmemacher*innen und Künstler*innen die Möglichkeit einer freien Ausdrucksweise und des künstlerischen Experimentierens, wie dies beim kommerziellen Langfilm kaum möglich wäre. In seiner Vielschichtigkeit zeigt der Kurzfilm neue Perspektiven auf, bricht mit alten Sehgewohnheiten, thematisiert Tabus, fordert heraus und regt an. Da der Kurzfilm im Kino wie auch im Fernsehen so gut wie gar nicht stattfindet, verbleibt er vorwiegend im „Verborgenen“. Mit unseren Kurzfilmprogrammen zielen wir darauf, allen Interessierten die Möglichkeit zu bieten, mit dem Kurzfilm in Berührung zu kommen und die vielfältigen Genres und Gattungen kennenzulernen.

Kurzfilmprogramme der letzten Jahre waren u.a. „Best of German Shorts 2018 – Kurz.Film.Tour“, „Rund ums Leder – Über Kurven(k)länge, Ballkunst und Leidenschaft“, "Is it me? Zur Frage nach Identität und zu Bildern vom Selbst", "Wie wir wohnen wollen", "Das Eigene und das Fremde" und "Zeit meines Lebens - Über Begegnungen von Jung und Alt".

Als Veranstaltungsorte wählen wir bewusst Locations, die den Kurzfilm auch fernab vom klassischen Kinosaal und den städtischen Hot-Spots erlebbar machen. Neben regelmäßigen Screenings im FILMFORUM NRW, waren wir u.a. im Rahmen von SommerKöln Open Air im Fort X, auf dem Vorplatz vom Schokoladenmuseum Köln, auf dem Dach vom Museum Ludwig, Open Air im Clubheim Olympia, im Mehrgenerationen-Wohnhaus im Kölner Waldbadviertel und in Kultur-Kirchen, wie der Kulturkirche Ost in Köln-Buchforst, der Kirche St. Michael im Rahmen von Art & Amen oder der Kirche Alt St. Ulrich, dem Inklusiven Begegnungs- und Tagungszentrum der Gold-Kraemer-Stiftung.

Seit 2018 ist die SK Stiftung Kultur Kooperationspartner des KFFK/Kurzfilmfestival Köln - dem Festival für den kurzen Film in Köln. Neben der Präsentation  eigener Kurzfilmprogramme wird die SK Stiftung Kultur erstmals im Rahmen des Festivals  No.13 auch einen generationsübergreifenden Filmworkshop veranstalten. Damit vernetzen wir unsere Generationenarbeit mit unserer Filmvermittlung.

Seit 2018 ist die SK Stiftung Kultur Mitglied bei der AG Kurzfilm, dem Bundesverband Deutscher Kurzfilm. Shortfilm.de ist das Online-Kurzfilmmagazin der AG Kurzfilm.

Wenn auch Sie sich für die Präsentation eines unserer Kurzfilmprogramme interessieren, können Sie sich sehr gerne an uns wenden (Birgit Hauska, E-Mail: hauska@sk-kultur.de, Fon: +49221 - 888 95 107).

 

AG Kurzfilm         shortfilm.de